weiter gehts…
Verkleidet könnte man es auch nennen. Annika und ich mussten uns vermummen, um den Gottesdienst in einer Mosche miterleben zu können. Die Frauen saßen separat zu den Männern und hinter einem Schleier, sodass wir sie und den Prediger nicht sehen konnten. Hier überkam einen das Gefühl der Unterdrückung der Frau, da man die Hierarchie schon räumlich feststellen konnte.
Ja, das ist eine Regenjacke =). Agnes, ein Mitglied von KCDA trägt sie zum Schutz vor dem Staub auf den Straßen. Das ist übrigens eine Straße, bei uns würde man dazu wahrscheinlich eher Feldweg dazu sagen. Wir waren auf Borda Bordas (Mopeds) unterwegs zu einer Schulbesichtigung. Borda Bordas benutzt man, wenn man kurze Strecken zurücklegen möchte oder einfach zu faul ist zum Laufen. Es macht wirklich Spaß hinten drauf zu sitzen, den Fahrtwind zu genießen und sich die Landschaft, als auch die Häuschen an der Straße anzuschauen.
Vom Winde verweht auf einem Borda Borda, was eine Haarpracht =).
Dieses Süßkartoffelfeld vor unserem Haus hat Paolo, unser Nachbar, mit Hilfe von Annika bestellt. Annika kann nun in einigen Monaten voller stolz sagen, dass sie Süßkartoffeln, Mais und Bohnen aus eigenem Anbau kocht. Ist es nicht wunderschön?
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Annika bei der oben schon erwähnten Schuleröffnung zwischen den neugierigen Schülern.
Diese Art von Häusern findet man hier an jeder Straßenecke, aber es gibt auch noch viele Lehmhütten, an die man wohl als erstes denkt, wenn man sich Wohngebäude in Afrika vorstellt.
Draußen hängt die Wäsche um zu trocken und rundherum stehen Bananenstauden, die die Leute mit Matooke versorgen.
Dies ist eine Lehmhütte wie eben genannt. Sie werden meistens als Küchen genutzt.
Auf diesem Foto sieht man Annika, die gerade das erste Mal Matooke (Kochbanane) auf lokale Weise zubereitet. Nach dem schälen wickelt man Bananenblätter um die Matooke und lässt dieses Bündel circa 1-2 Stunden auf dem Chalkostoff(Kocher) garen, um sie danach zu einem Brei zu matschen. Das hört sich vielleicht einfach an, aber es ist eine Kunst für sich und eine heiße Angelegenheit, denn man matscht die Bananen, indem man die Blätter um sie herum zusammendrückt. Diese allerdings sind kochendheiß und wir Musungus scheinen hitzeempfindlicher zu sein als die Afrikaner, die ohne zu zögern Hand anlegen ohne zurückzuzucken.
Dieser zierliche Mann ist James Mutumba, unser Mentor und nicht zu vergessen mein ( Brittas) Taata (Vater), denn er gab mir den ugandischen Namen „Nantumbwe“.
Er wohnt nicht weit von uns entfernt mit seiner Familie in einem Haus, an dem ein Kibanja, ein großer Garten anschließt, der die Familie mit selbst angebauten Gemüse und Früchten versorgt. Hier in Uganda ist es üblich, dass Großeltern, ihre Enkel oder Waisen von Verwandten bei sich aufziehen. Auch James hat Kinder seiner eigenen Kinder aufgenommen und sorgt für sie.
Das ist unser Schlafzimmer. Hier sieht man nur einen Ausschnitt, denn auf der gegenüberliegenden Seiten befindet sich noch ein Schrank und ein Tisch, an dem wir arbeiten können. Anfangs wirkte das Zimmer etwas kahl, doch nun haben wir es mit Bildern und Postern und weiteren Accessoires bestückt, sodass wir uns sehr wohl fühlen. Die Moskitonetze schützen uns im Schlaf vor den Stichen der Mücken und den Angriffen der Geckos und Kakerlaken.
Dieses Foto zeigt Annika und mich im traditionellen ugandischen Gewand der Frau, dem „Gommez“. Freundlicherweise wurden uns die Kleider geliehen, um standardgemäß auf eine Hochzeit zu gehen. Das Schönheitsideal der ugandischen Frauen ist es, kleine Brüste und einen großen Hintern (Akabina) zu haben, deswegen tragen sie unter dem Gommez noch mehrere Stoffschichten um die Hüfte. Wie mussten zum Glück nur eine dieser Schichten anziehen, aber haben trotzdem mächtig geschwitzt.
Die Hochzeit war sehr interessant zu verfolgen, da Gemeinsamkeiten, als auch viele Unterschiede zu einer deutschen Hochzeit festzustellen waren. Beispielsweise schritt das Brautpaar nicht, sondern sie tanzten mit samt Gefolge zu ihren Plätzen. Als die Braut vor dem Bräutigam niederkniete, um ihn mit Kuchen zu füttern, war das ein seltsamer Anblick, aber wir waren glücklich, als auch wir ein Stückchen Kuchen abbekamen, der den gesamten Besuchern ausgeteilt wurde.
Hier sind wir Gäste von Hadji Lugolobi, dem Oberhaupt der muslimischen Familie, die man hier zum Teil sieht. Mit dabei ist Anne. Sie ist ebenfalls eine deutsche Freiwillige, die anders als wir, in Familien wohnt und bereits ein halbes Jahr hier verbracht hat. Anlass zum Feiern war das Ende der Fastenzeit der Moslems (Ramadan). Wir wurden überhäuft mit massig gutem Essen und zu unserer Freude auch Fleisch, das man hier eher selten bekommt. Kurz nach dem Essen bei Hadji wurden wir auch schon auf eine weitere Feier eingeladen, bei der wir abermals essen mussten, denn wenn man Essen ablehnt ist das eine sehr unhöfliche Geste.
Dieser Kinder hier im Hintergrund sind hauptsaechlich Waisen. Heinz Georg, ein Deutscher, der den Bau eines weiteren Schulgebaeudes finanzierte, sand Anne, Annika und mich zu dieser fern gelegenen Schule, um den neuen Bau in seinen Namen zu eroeffnen. Die Kinder tanzten und sangen fuer uns und es war ein sehr schoenes Erlebnis. Wir pflanzten ausserdem ein paare Baeume, die heranwachsen und den Kindern als Schattenspender dienen sollen.
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